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	<title>Arthur Dreyfus &#8211; Rentrée littéraire: französische Literatur der Gegenwart</title>
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		<title>Die Punition des Vaters: Männlichkeit(en) bei Arthur Dreyfus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Nonnenmacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 12:11:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2026]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="205" height="300" src="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/08/punition-1-205x300.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/08/punition-1-205x300.jpg 205w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/08/punition-1.jpg 700w" sizes="(max-width: 205px) 100vw, 205px" />Arthur Dreyfus' "La Punition" (P.O.L, 2026) erzählt, wie ein Schriftsteller die Rede seines Vaters, die dieser ihm 2003 im Kinderzimmer über dessen Homosexualität hielt und die er heimlich mitschnitt, mehr als zwanzig Jahre später abtippt, zu einem Buch verarbeitet und dem Vater bei einem eigens arrangierten Abendessen zurückgibt – gerahmt von einer New Yorker Chemsex-Nacht, in der der erwachsene Erzähler sich selbst die Strafe zufügt, die der Vater ihm einst androhte. Der vorliegende Aufsatz liest dieses Buch als eine Untersuchung von Männlichkeit(en): Er verfolgt, wie sich väterliche Autorität aus medizinischem Vokabular, republikanischer Willensrhetorik und familiärer Fürsorgepflicht zusammensetzt und über die Generation des Großvaters hinweg vererbt wird; wie der männliche Körper zwischen fragmentierter väterlicher Autorität, kindlich-zärtlicher erster Liebe und zerstückelter Chemsex-Ökonomie changiert; und wie die radikale formale Zersplitterung des Buches – Theaterdialog, Essay, Aphorismus, Faksimile – selbst zum Argument einer Männlichkeitskritik wird, die das lineare, "gut gebaute" Erzählen als heteronormatives Verfahren entlarvt. Dabei verfolgt der Aufsatz eine doppelte Bewegung: Er zeigt einerseits, wie der Text sein eigenes Risiko der Selbstpathologisierung – die Gleichung von Homosexualität und Leid – immer wieder selbst reflektiert und relativiert, etwa durch die Gegenfigur des unbeschwert lebenden Jugendfreundes Luca; andererseits macht er sichtbar, wie eine zweite, jüdische Erzählachse (der deportierte Großvater, das Motiv des Zeugnisablegens) der väterlichen Diskursfigur eine alternative, dokumentierende Männlichkeit entgegensetzt. Den Schluss bildet ein struktureller Vergleich zwischen Romananfang und -ende, der zeigt, wie derselbe väterliche Satz – "ich weiß, dass du lügst" – von einem Akt der Überwältigung zu einem vom Sohn kontrollierten, zuletzt buchstäblich verblassenden Artefakt wird: ein Bild dafür, dass "La Punition" keine Versöhnung, sondern die Ersetzung väterlicher Urteilssprache durch eine eigene, fragmentierte Sprache der Zerbrechlichkeit inszeniert.]]></description>
		
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		<title>Burlesk und unheimlich: zwei Lesarten des Monströsen bei Arthur Dreyfus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Nonnenmacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Aug 2025 19:54:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2023]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Mannsein]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="205" height="300" src="https://rentree.de/wp-content/uploads/2025/08/9782818058619-475x500-1-205x300.webp" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" decoding="async" srcset="https://rentree.de/wp-content/uploads/2025/08/9782818058619-475x500-1-205x300.webp 205w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2025/08/9782818058619-475x500-1.webp 342w" sizes="(max-width: 205px) 100vw, 205px" />Arthur Dreyfus’ "La troisième main" (P.O.L., 2023) erzählt in der Form eines „journal en désordre“ die Lebensgeschichte des jungen Paul Marchand, die vom Ersten Weltkrieg und einer grotesken medizinischen Grenzüberschreitung geprägt wird. Die erste Hälfte des Romans skizziert eine Kindheit in Besançon, deren Kontinuität mit dem Tod des Vaters und der fortschreitenden Verwahrlosung der Mutter zerbricht. Als Paul schwer verwundet wird, erwacht er nicht im Krankenhaus, sondern im Keller des androgyn inszenierten Camille Gottschalk, der an Menschen und Tieren bizarre Transplantationen vornimmt. Aus Pauls Bauch wächst fortan eine „dritte Hand“ des Deutschen Hans – ein lebendiger, fremder Arm, der sein Überleben sichert und ihn zugleich zum Monstrum macht. Der Text verwebt Krieg, Körperhorror und Identitätssuche und lässt offen, ob sein Protagonist Opfer, Täter oder Komplize des eigenen Überlebens ist. - Der Artikel liest Dreyfus’ Roman doppelt: als unheimliche Parabel über Entfremdung und als grotesk-burleske Körperfantasie. In der einen Lesart ist Gottschalks Labor ein Ort des wissenschaftlichen Grauens, die dritte Hand ein unheimlicher Fremdkörper, der Autonomie und Identität untergräbt. In der anderen erscheint dasselbe Szenario als schillerndes, libertines Spektakel, in dem ein Candide-ähnlicher Erzähler durch ein anatomisches Kuriositätenkabinett taumelt, in dem Geschlechtergrenzen, Moral und Körperformen lustvoll überschritten werden. Zwischen Horror und Überschuss changierend, wird das Monströse zur Bühne des Überlebens – und die „dritte Hand“ zum Symbol für die Ambiguität zwischen Fremdheit und Zugehörigkeit, Abscheu und Lust.]]></description>
		
		
		
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