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	<title>Charif Majdalani &#8211; Rentrée littéraire: französische Literatur der Gegenwart</title>
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		<title>Die Könige haben keine Namen mehr – Frankophonie im Zerfall des Libanon: Charif Majdalani</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Nonnenmacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 03:43:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="188" height="300" src="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/06/71nAtzPt-UL._AC_UF8941000_QL80_-188x300.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/06/71nAtzPt-UL._AC_UF8941000_QL80_-188x300.jpg 188w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/06/71nAtzPt-UL._AC_UF8941000_QL80_.jpg 628w" sizes="(max-width: 188px) 100vw, 188px" />Charif Majdalanis Roman "Le nom des rois" (Stock, 2025), entwirft die Kindheit eines Beiruter Jungen am Vorabend des Bürgerkriegs als ein Spannungsfeld zwischen ästhetischer Weltflucht und historischer Zumutung: Während draußen die Ordnung zerfällt, verschanzt sich das Ich in den klingenden Namen längst versunkener Könige, die es wie Trophäen in Hefte einträgt – ein „onomastisches Erzittern“, das die Realität übertönt. Im Zentrum der Handlung steht die enge Freundschaft zu einem Mitschüler, die ersten Liebeserfahrungen und die allmähliche Konfrontation mit einer politischen Gewalt, die die imaginären Gegenwelten des Erzählers zerschlägt. Diese genealogische Imagination bildet die zentrale These des Romans: Der Name, die Sprache, ja die französisch geprägte Kultur selbst erzeugen eine schillernde Ersatzwelt, deren Schönheit jedoch an der Gewalt der Geschichte zerbricht. Majdalani konkretisiert diesen Bruch in eindrücklichen Bildern – dem Duft alter Larousse-Enzyklopädien, den mondänen Salons Beiruts, den flirrenden Berglandschaften Massiafs –, die allmählich vom Echo der ersten Schüsse, vom Zerfall der sozialen Rituale und vom Verlust der ersten Liebe überlagert werden. In der Kritik häufig mit Proust verglichen, erscheint der Roman so als elegische Diagnose einer Klasse, die im Spiegel Frankreichs lebte und die Katastrophe nicht sehen wollte: Der Übergang vom Sammeln der Königsnamen zum Abfeuern einer echten Waffe markiert das Ende der poetischen Illusion und den Eintritt in eine Geschichte, die nicht mehr erzählbar, sondern nur noch erlitten ist.]]></description>
		
		
		
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