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	<title>Claude Arnaud &#8211; Rentrée littéraire: französische Literatur der Gegenwart</title>
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		<title>Der Körper, der schreibt: Verkörperung als Erkenntnisform bei Claude Arnaud</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Nonnenmacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2026 15:27:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="205" height="300" src="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/08/D23564-205x300.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/08/D23564-205x300.jpg 205w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/08/D23564-700x1024.jpg 700w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/08/D23564-768x1124.jpg 768w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/08/D23564-1049x1536.jpg 1049w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/08/D23564-1399x2048.jpg 1399w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/08/D23564.jpg 1654w" sizes="(max-width: 205px) 100vw, 205px" />"Juste un corps" von Claude Arnaud (Mercure de France, 2022) erzählt von einem Leben, das seinen eigenen Körper lange wie einen entfernten Bekannten behandelt und ihn erst über Umwege – Fieber, Ischias, Hunger, Schwimmzüge – als das erkennt, was ihm am nächsten steht; am Ende steht nicht Versöhnung, sondern eine ruhige Anerkennung: dass ein anderer Mensch, ohne Bücher, dem Glück näher ist als der Schreibende selbst. Zugleich ist das Buch die Geschichte eines Schriftstellers, der sein Leben lang fremde Körper beschrieben hat – den zerrissenen Chamfort, den vielgestaltigen Cocteau –, bevor er sich, spät, dem eigenen zuwendet und entdeckt, dass Schreiben selbst ein körperlicher Vorgang war, den er nur nie beim Namen genannt hatte: eine Schwangerschaft, ein Bergwerk, eine Tätowierung, ein Kampf. Gattungsmäßig bewegt sich der Text zwischen Memoir, Porträt und poetologischem Essay, ohne sich auf eine dieser Formen festzulegen, und sein Erkenntnisweg ist entsprechend kein introspektiver, sondern ein aufzählender: Wissen über den Körper entsteht nicht durch Selbstbefragung, sondern durch die Anhäufung konkreter, oft beiläufig notierter Szenen, aus denen sich erst im Nachhinein ein Muster abzeichnet. Die vorliegende Lektüre folgt dieser doppelten Bewegung, indem sie bei den konkreten Dingen bleibt – bei Narben, Blutgefäßen, Kohleflözen, bei den Zeichnungen und Wachsfiguren, die den Band begleiten –, und zugleich der leiseren These nachgeht, dass jedes Bild für den Körper zugleich ein Bild für das Schreiben ist. So entsteht aus der Häufung dieser Bilder ein zweiter, papierner Körper, dichter als der erste, aber ebenso auf Dauer, auf Pflege und auf ein Ende angewiesen wie er – ein Werk, das seinen Autor nicht überwindet, sondern fortsetzt.]]></description>
		
		
		
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