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	<title>Daniel de Roulet &#8211; Rentrée littéraire: französische Literatur der Gegenwart</title>
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		<title>Das Wir als Widerstand: Daniel de Roulet zwischen Chronik und Bekenntnis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Nonnenmacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 00:43:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="205" height="300" src="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/09/81B-fzrcyAL._SL1500_-205x300.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/09/81B-fzrcyAL._SL1500_-205x300.jpg 205w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/09/81B-fzrcyAL._SL1500_-700x1024.jpg 700w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/09/81B-fzrcyAL._SL1500_-768x1124.jpg 768w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/09/81B-fzrcyAL._SL1500_.jpg 1025w" sizes="(max-width: 205px) 100vw, 205px" />Daniel de Roulets "Trois garçons" (Phébus, 2026) erzählt die gemeinsame Lebensgeschichte dreier Männer, die 1943 im selben Davoser Bergdorf geboren werden, aber verschiedenen Klassen angehören: einem Hoteliersohn, einem Concierge-Sohn und dem Sohn eines Gemeindemechanikers. Über achtzig Jahre hinweg verwebt der Roman ihre private Initiation mit den Erschütterungen der Weltgeschichte, Ungarn 1956, Mai 68, Terrorismus und Aids, Tschernobyl und Fukushima, dem Arabischen Frühling und den heutigen Klimabesetzungen, bis sich am Ende zeigt, dass die drei alten Männer selbst an einem Buch über ihr Leben schreiben, dessen Titel noch offen ist und über dessen mögliche KI-Niederschrift sie streiten. Der Aufsatz argumentiert, dass diese politische Substanz sich gerade in der Form entfaltet: Er verfolgt, wie ein additives, an Perec geschultes Erzählverfahren ein kollektives Wir trägt, das sich erst am Ende als Textinstanz zu erkennen gibt, wie die Raumfolge vom bürgerlichen Elternhaus über Kommune und Rückzugsort bis zur besetzten Anhöhe die Wiederholungsstruktur des Widerstands räumlich abbildet, und wie eine parallel geführte Mediengeschichte des Schreibens, von der Feder bis zum Algorithmus, die autopoetologische Selbstreflexion des Romans vorbereitet. Im Verlauf des Textes wird ein unhinterfragtes, biologisch gegebenes Wir dreier Jungen in ein bewusst gewähltes, umstrittenes und schließlich selbst geschriebenes Wir verwandelt, sodass der Aufsatz in der These mündet, dass Weitergabe und Aufruhr in diesem Roman dasselbe Wort meinen.]]></description>
		
		
		
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