<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Fouad Laroui &#8211; Rentrée littéraire: französische Literatur der Gegenwart</title>
	<atom:link href="https://rentree.de/thema/fouad-laroui/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://rentree.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 04 Dec 2025 22:09:36 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://rentree.de/wp-content/uploads/2020/11/cropped-rl-32x32.jpg</url>
	<title>Fouad Laroui &#8211; Rentrée littéraire: französische Literatur der Gegenwart</title>
	<link>https://rentree.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Fantasia kolonial und postkolonial: Ritualpraxis bei Assia Djebar und Fouad Laroui</title>
		<link>https://rentree.de/2025/12/03/fantasia-kolonial-und-postkolonial/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kai Nonnenmacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2025 17:03:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2025]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Dialoge]]></category>
		<category><![CDATA[Assia Djebar]]></category>
		<category><![CDATA[Fouad Laroui]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://rentree.de/?p=10996</guid>

					<description><![CDATA[<img width="190" height="300" src="https://rentree.de/wp-content/uploads/2025/12/livre-3-190x300.png" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://rentree.de/wp-content/uploads/2025/12/livre-3-190x300.png 190w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2025/12/livre-3-649x1024.png 649w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2025/12/livre-3.png 768w" sizes="(max-width: 190px) 100vw, 190px" />Fouad Larouis Roman "La vie, l’honneur, la fantasia" (2025) rekonstruiert aus der Perspektive eines erwachsenen Ich-Erzählers ein Kindheitserlebnis: den ritualisierten Mord an Arsalom während der marokkanischen Reiterzeremonie der Fantasia. Diese Hinrichtung erscheint als kollektiver Akt der Ehrwiederherstellung gegenüber einer als korrupt imaginierten Moderne, in der Arsalom mit seiner „mobilité arrogante“ und ökonomischen Gier zum Feindbild wird. Die Fantasia wird dabei zur sozialen Matrix, in der Macht, Verschleierung und rituelle Gewalt ineinander greifen; die Präzision des Schießrituals zu Pferde – „eine einzige Detonation aus fünfzehn anderen“ – markiert die symbolische Einheit des „corps collectif“ und entlarvt zugleich die Dysfunktion staatlicher Institutionen, die Korruption und informelle Ehrencodizes nicht aufzubrechen vermögen. - Im Vergleich dazu öffnet Assia Djebars "L’amour, la fantasia" (1985) das koloniale Archiv Algeriens poetisch und polyphon: Die Fantasia wird zum ambivalenten Symbol zugleich männlicher Machtdemonstration, weiblicher Verletzbarkeit und literarischer Erinnerung gegen koloniale Geschichtspolitik. Wo Djebar fragmentierende Vielstimmigkeit einsetzt, um verdrängte Vergangenheit zu reaktivieren, arbeitet Laroui mit analytischer Linearität, um zeitgenössische Verstrickungen von Ehre, Ökonomie und Institution sichtbar zu machen. Die Rezension betont diese komplementäre Spannung: Djebar erzeugt ein Gegenarchiv der Stimmen; Laroui seziert die Gegenwart und zeigt, wie ritualisierte Gewalt in moderne Rechtslogiken hineinragt. Beide Narrative zusammen lassen die Fantasia als Schnittstelle zwischen Geschichte und Gegenwart erscheinen, an der sich Kontinuitäten kolonialer Gewalt und ihre postkolonialen Transformationen exemplarisch ablesen lassen.]]></description>
		
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
