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	<title>Frédéric Beigbeder &#8211; Rentrée littéraire: französische Literatur der Gegenwart</title>
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		<title>Die 35 Kategorien der französischen Literaturlandschaft: Frédéric Beigbeder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Nonnenmacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 08:25:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2023]]></category>
		<category><![CDATA[Besprechung]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="197" height="300" src="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/04/61pIedduEDL._UF10001000_QL80_-197x300.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/04/61pIedduEDL._UF10001000_QL80_-197x300.jpg 197w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/04/61pIedduEDL._UF10001000_QL80_.jpg 657w" sizes="(max-width: 197px) 100vw, 197px" />Frédéric Beigbeders "Dictionnaire amoureux des écrivains français d'aujourd'hui" (Plon, 2023) ist ein monumentales und bewusst widersprüchliches Werk: ein auf 281 Einträge verdichtetes Inventar der lebenden französischsprachigen Gegenwartsliteratur, das die lexikographische Form der "Dictionnaires amoureux"-Reihe bis an ihre Grenzen dehnt und zugleich ein Selbstporträt seines Autors ist. Beigbeder definiert seine Methode als "résolument subjective": Sein Korpus umfasst ausschließlich im August 2023 lebende Romanciers, die direkt auf Französisch schreiben – Essayisten, Lyriker, Dramatiker und Krimiautoren sind ausgeschlossen, Frankophones aus Martinique, dem Maghreb, dem Senegal oder Quebec dagegen eingeschlossen, da der Band literaturpolitisch beansprucht, eine Literatur zu kartieren, die über Frankreich hinausreicht. Das konzeptuell mutigste und polemischste Element des Bandes ist die dem Alphabet vorgeschaltete Taxonomie von achtundzwanzig "Logos des écoles et mouvements littéraires contemporains" – kleinen Symbolen, mit denen Beigbeder jeden Autor einer oder mehreren Schulen zuordnet und damit tut, was die Literaturwissenschaft für das 21. Jahrhundert bislang unterlassen hat: die Gegenwartsliteratur in verbindliche Strömungen zu gliedern, von der "autoréalité" (dem Ich als primärem Rohstoff, mit Ernaux und Angot als kanonischen Figuren) über die "faction" oder Exofiktion (Carrère, Jaenada, Aubenas) und die "glauquistes apocalyptiques" (Houellebecq, Despentes, Mathieu) bis zu den "néo-hussards" (Tesson, Kauffmann, Parisis), den "décoloniaux voyageurs" (Chamoiseau, Condé, Daoud, Mbougar Sarr) und den "révélateurs d'un passé maudit" (Modiano, Guez, Mukasonga, Littell). Die vorliegende Rezension analysiert Beigbeders Korpusdefinition, seine impliziten Wertkriterien (Stil, Originalität des Blickes, Mut zur Provokation, existenzielles Wagnis), die Kennzeichen der einzelnen Gruppen anhand exemplarischer Personeneinträge und schließlich die Position, die Beigbeder im eigenen Panorama einnimmt – als Romancier, der sich selbst ausgeschlossen hat, aber auf jeder Seite als Instanz präsent bleibt –, um abschließend sowohl die genuine Leistung des Bandes (die Füllung einer realen Lücke, die Qualität der besten Porträts, die heuristische Produktivität der Taxonomie) als auch seine strukturellen Einschränkungen (die Pariser Milieugebundenheit des Blickes, die Kanonisierung des bereits Etablierten, die verdeckte politische Parteilichkeit) zu gewichten.]]></description>
		
		
		
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