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	<title>Georges Simenon &#8211; Rentrée littéraire: französische Literatur der Gegenwart</title>
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		<title>Der geliehene Blick: Simenon als Erzählmodell bei Philippe Jaenada</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Nonnenmacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2026 02:00:00 +0000</pubDate>
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		<title>Amerika als Kulisse und Verhängnis: Georges Simenon</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Nonnenmacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2026 01:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="179" height="300" src="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/10/6694930-179x300.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/10/6694930-179x300.jpg 179w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/10/6694930.jpg 299w" sizes="auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px" /><img width="150" height="150" src="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/10/6694930-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" srcset="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/10/6694930-150x150.jpg 150w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/10/6694930-50x50.jpg 50w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/10/6694930-80x80.jpg 80w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Georges Simenons Roman "Maigret à New York" (1947) schickt den pensionierten Pariser Kommissar auf seine erste Atlantiküberquerung: Er begleitet den jungen Jean Maura zu dessen Vater, einem Millionär, der in New York als "Little John" mit Musikautomaten reich geworden ist, und verliert den Jungen beim Anlegen aus den Augen. Ohne Auftrag und kaum des Englischen mächtig, stößt Maigret auf ein dreißig Jahre altes Verbrechen aus der Einwandererzeit im Bronx, das Erpresser zu zwei weiteren Morden nutzen. Er klärt es schließlich per Ferngespräch nach Frankreich auf, ohne dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Der Aufsatz liest diese Handlung als Dekonstruktion eines Amerikabildes. Er zeigt, wie der Roman die Selbstbeschreibungen des Landes (Freiheit, Aufstieg, Modernität, Härte) aufruft und an konkreten Szenen gegen den Befund hält. Die "liberté individuelle" erweist sich als Unsichtbarkeit, der Erfolgsmythos als Geschäft mit Einsamkeit auf einem vergrabenen Mord. Auch den Hard-boiled-Roman führt der Text als Zitat vor, dessen Gewalt aus dem Bild genommen wird. Die Opposition von Frankreich und Amerika, die die Figuren behaupten, unterläuft der Roman, weil das Verbrechen aus Bayonne stammt und die entscheidende Schuld bei einem bürgerlichen Franzosen liegt. Vor dem Hintergrund des Jahres 1946, zwischen Dankbarkeit und Vorbehalt gegenüber den USA, ergibt sich eine doppelte Pointe: Simenon kritisiert weniger Amerika als die Rede von Amerika, und er schont dabei weder Europa noch Maigrets eigene Methode des Einfühlens, die am Ende ohne juristische Wirkung bleibt.]]></description>
		
		
		
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