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	<title>Jean Rolin &#8211; Rentrée littéraire: französische Literatur der Gegenwart</title>
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		<title>Nach dem Ende: Frankreich ohne Zukunft bei Jean Rolin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Nonnenmacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2026 12:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2015]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="182" height="300" src="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/01/813zjJrgx4L-182x300.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/01/813zjJrgx4L-182x300.jpg 182w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/01/813zjJrgx4L-621x1024.jpg 621w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/01/813zjJrgx4L-768x1266.jpg 768w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/01/813zjJrgx4L-932x1536.jpg 932w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/01/813zjJrgx4L-1242x2048.jpg 1242w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/01/813zjJrgx4L.jpg 1275w" sizes="(max-width: 182px) 100vw, 182px" />Jean Rolins Roman „Les événements“ (2015) entwirft das Bild eines Frankreichs, in dem die staatliche Ordnung zusammengebrochen ist, ohne durch eine neue Ordnung ersetzt zu werden. In einer Folge von Fahrten, Beobachtungen und episodischen Begegnungen durchquert der Erzähler ein Land, das von bewaffneten Gruppen, provisorischen Kontrollpunkten und zerstörter Infrastruktur geprägt ist. Der Bürgerkrieg bleibt dabei seltsam unspektakulär: Gewalt ist allgegenwärtig, aber selten eruptiv; sie äußert sich in blockierten Straßen, verwaisten Gebäuden und einer permanenten Unsicherheit, die den Alltag strukturiert. Rolin verzichtet auf eine klare zeitliche Verortung oder eine erklärende politische Hintergrundgeschichte. Stattdessen entsteht ein Panorama der Gegenwart als Dauerzustand des Ausnahmezustands, in dem frühere staatliche Strukturen nur noch als Ruinen oder leere Gesten fortexistieren. Die Rezension argumentiert, dass „Les événements“ weniger als klassische Dystopie denn als „dokumentarischer Dystopismus“ zu lesen ist. Sie zeigt, wie Rolin mit einer nüchternen, präzise beobachtenden Sprache das Katastrophische in die Alltäglichkeit einsickern lässt und damit eine neue Form politischer Literatur entwirft, die ohne totalitäre Zukunftsvisionen auskommt. Analysiert werden insbesondere die Topographie des Zerfalls, die Mikropolitik der Gewalt, die gestörten Kommunikationsformen und der offene Schluss des Romans, der jede Erlösungs- oder Wiederaufbauphantasie verweigert. Die Rezension versteht Rolins Text als literarische Diagnose einer Gegenwart, in der das Ende nicht bevorsteht, sondern bereits stattgefunden hat.]]></description>
		
		
		
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		<title>Über die Pyrenäen, in umgekehrter Richtung: Jean Rolin</title>
		<link>https://rentree.de/2025/02/13/ueber-die-pyrenaeen-in-umgekehrter-richtung-jean-rolin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kai Nonnenmacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Feb 2025 15:26:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2025]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Jean Rolin]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="205" height="300" src="https://rentree.de/wp-content/uploads/2025/02/tous-passaient-sans-effroi-205x300.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" decoding="async" srcset="https://rentree.de/wp-content/uploads/2025/02/tous-passaient-sans-effroi-205x300.jpg 205w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2025/02/tous-passaient-sans-effroi.jpg 700w" sizes="(max-width: 205px) 100vw, 205px" />Jean Rolins „Tous passaient sans effroi" der Winter-Rentrée 2024/25 ist weit mehr als eine bloße historische Rekonstruktion der Fluchtbewegungen über die Pyrenäen während der deutschen Besatzung Frankreichs. Es ist ein literarischer Streifzug durch Landschaften, Erinnerungen und individuelle Schicksale, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwebt. Rolin nähert sich der Thematik auf seine typische, fast beiläufige Weise – nicht als Historiker, sondern als literarischer Flaneur, der sich von den Spuren der Geschichte treiben lässt. Rolin sucht die Orte auf, durchstreift die Landschaften und rekonstruiert einzelne Fluchten, jedoch ohne den Pathos eines klassischen Erinnerungswerks. Seine Erzählweise ist geprägt von einer Mischung aus Neugier, ironischer Distanz und tiefem Respekt für die Menschen, deren Wege er nachvollzieht. Dabei sind es vor allem einzelne Schicksale, die das Buch durchziehen und ihm emotionale Tiefe verleihen. Walter Benjamin, der sich in Portbou das Leben nahm, Jean-Pierre Melvilles Bruder Jacques Grumbach, der von seinem eigenen Fluchthelfer ermordet wurde, oder der amerikanische Pilot Bud Owens, der erschöpft im Schnee starb – ihre Geschichten zeigen die existenzielle Dramatik dieser Fluchtversuche. Doch Rolin bleibt kein distanzierter Beobachter: Indem er selbst die Berge besteigt, sich mit der körperlichen Herausforderung des Aufstiegs konfrontiert, wird er zum stillen Zeugen dieser vergangenen Fluchten.]]></description>
		
		
		
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		<title>Brachland und Raumordnung: Jean Rolin</title>
		<link>https://rentree.de/2023/07/18/brachland-und-raumordnung-jean-rolin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kai Nonnenmacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jul 2023 07:48:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2020]]></category>
		<category><![CDATA[2022]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Dystopie]]></category>
		<category><![CDATA[France profonde]]></category>
		<category><![CDATA[Aurélien Bellanger]]></category>
		<category><![CDATA[Jean Rolin]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="300" height="219" src="https://rentree.de/wp-content/uploads/2023/03/Rolin-300x219.png" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" decoding="async" srcset="https://rentree.de/wp-content/uploads/2023/03/Rolin-300x219.png 300w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2023/03/Rolin-1024x747.png 1024w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2023/03/Rolin-768x560.png 768w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2023/03/Rolin.png 1088w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Jean Rolins Projekt, mit einer "littérature de terrain" eine andere Topographie der Lebensräume zu erschreiben, im scheinbar heimischen Kontext um die Pariser Brücke von Bezons und an den Grenzen von Stadt und Umland, macht vernachlässigte, übersehene Bereiche (terrain vague) sichtbar.]]></description>
		
		
		
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