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	<title>Léa Cuenin &#8211; Rentrée littéraire: französische Literatur der Gegenwart</title>
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		<title>Die Maschine als Zeugin des Menschen: das Posthumane bei Sibylle Grimbert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Nonnenmacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2026 03:35:26 +0000</pubDate>
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		<title>Palast, der sich selbst abschreitet: Ars memoriae bei Léa Cuenin</title>
		<link>https://rentree.de/2026/07/16/palast-der-sich-selbst-begeht-ars-memoriae-bei-lea-cuenin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kai Nonnenmacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 04:42:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="205" height="300" src="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/07/9782743669133-205x300.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/07/9782743669133-205x300.jpg 205w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/07/9782743669133-700x1024.jpg 700w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/07/9782743669133-768x1124.jpg 768w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/07/9782743669133.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px" /><img width="150" height="150" src="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/07/9782743669133-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" srcset="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/07/9782743669133-150x150.jpg 150w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/07/9782743669133-50x50.jpg 50w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/07/9782743669133-80x80.jpg 80w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Eine überflutete Ostseeküste, ein torfiges Hochplateau in Schlesien, eine verlassene Rakete zwischen rostenden Antennen und nistenden Möwen: In Léa Cuenins Debütroman "Memory palace" (Rivages, 2026) verschlüsseln vier Frauen und eine wachsame künstliche Intelligenz die letzten Archive einer untergehenden Menschheit auf pflanzlicher DNA, um sie in zehn, später elf metallenen Kapseln ins All zu schießen. Zwischen Countdown und Rückblende, zwischen einem Zahn, einem Knochensplitter und einer blutgetränkten Feder entfaltet sich ein Buch, das von Verlust, Zärtlichkeit und der Frage erzählt, wem man sein Gedächtnis anvertraut, wenn niemand mehr da ist, der es liest. Der vorliegende Aufsatz liest den Roman als das, was sein Titel wörtlich verspricht: einen Gedächtnispalast. Er verfolgt, wie die antike Loci-Technik – Wissen an konkrete, begehbare Orte zu binden – durch alle Maßstäbe des Romans wandert: von der Basis als Architektur über die Metallkapsel und die Nanodiskette bis zum Hirnimplantat und, 3,5 Millionen Jahre später, in den Körper eines fremden Wesens. Untersucht werden Figurenkonstellation und Geschlechterordnung, Erzählperspektive und Kommunikationsformen, Zeitstruktur, Metaphorik und die autopoetologische Selbstbezüglichkeit einer Maschine, die denselben Namen trägt wie das Buch, in dem sie lebt. Dabei tritt der Roman erkennbar in Dialog mit literarischen Vorbildern: mit der spekulativen Prosa Céline Minards und Ursula K. Le Guins ebenso wie, über die gerahmten Widmungszitate, mit Sapphos Fragmenten und dem Verlustpathos aus "Blade Runner".]]></description>
		
		
		
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