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	<title>Romain Slocombe &#8211; Rentrée littéraire: französische Literatur der Gegenwart</title>
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		<title>Verrat als Erzählprinzip: Romain Slocombe über den Juli 1940</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Nonnenmacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 07:33:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="198" height="300" src="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/08/7115MmRVXVL._SL1500_-198x300.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/08/7115MmRVXVL._SL1500_-198x300.jpg 198w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/08/7115MmRVXVL._SL1500_-675x1024.jpg 675w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/08/7115MmRVXVL._SL1500_-768x1165.jpg 768w, https://rentree.de/wp-content/uploads/2026/08/7115MmRVXVL._SL1500_.jpg 989w" sizes="(max-width: 198px) 100vw, 198px" />Romain Slocombes 2026 bei den Éditions du Seuil erschienener Roman "Un été de trahison" verdichtet acht Julitage des Jahres 1940, von der militärischen Niederlage bis zur Errichtung des Vichy-Regimes, zu einem Kammerspiel aus vier Frauenfiguren, die im Pariser Hôpital américain und in dessen Umkreis aufeinandertreffen: eine an ihr Gipskorsett gefesselte Fliegerin, verheiratet mit einem kollaborationistischen Journalisten; eine Krankenschwester, die im Auftrag der halblegalen Kommunistischen Partei spioniert; eine junge Kriegswitwe auf der Suche nach gesellschaftlichem Aufstieg im Kollaborationsmilieu; und eine Vierzehnjährige, die zwischen Kabelsabotage, einem mutmaßlichen Tötungsdelikt und einer heiklen Bekanntschaft mit einem deutschen Zensuroffizier ihre eigene, unfertige Form von Widerstand entwickelt. Der Aufsatz liest diesen dicht mit realen Dokumenten, Personen und Zeitungsauszügen durchwirkten Roman als eine Erzählung, die ihr Titelthema, den Verrat, nicht nur behauptet, sondern in der eigenen Form durchführt: Er zeigt, wie Slocombe Chronik und Fiktion so ineinandermontiert, dass Geschichtsschreibung selbst als Konstruktion sichtbar wird, wie mit der Nebenfigur Paul-Jean Husson ein Verweis auf den eigenen früheren Roman "Monsieur le Commandant" die Erzählung in eine größere, sich selbst kommentierende Werkwelt einbettet, und wie Körpermetaphorik, Raumaufteilung zwischen Paris und Vichy sowie eine minutiös getaktete Zeitstruktur einer schroffen Schlussthese zuarbeiten: Am Ende steht keine Gerechtigkeit zwischen Schuld und Widerstand, sondern ein Archiv aus Stimmen, das die Ironie eines Sommers festhält, in dem sich ein Land selbst verlor, ohne es zunächst zu bemerken.]]></description>
		
		
		
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