Pflüger der Erde: Gaspard Kœnig

Gaspard Kœnigs „Humus“ (2023, deutsch 2025), das sich der großen Tradition der realistischen Literatur verpflichtet fühlt, gräbt sich tief in die Materie des Bodens und seiner Bewohner, der Regenwürmer, ein, um existenzielle Fragen nach dem Verhältnis von Mensch und Natur, Idealismus und Pragmatismus, Scheitern und Neuanfang zu verhandeln. Es ist eine Geschichte von zwei jungen Agronomie-Studenten, Arthur und Kevin, deren Wege sich anfänglich kreuzen, um dann in radikal unterschiedliche Richtungen zu führen und die Komplexität heutiger Umweltkonflikte widerzuspiegeln. Der Roman entscheidet nicht zwischen den beiden großen Optionen der Protagonisten, sondern analysiert sowohl die Fehler als auch die Vorzüge beider Entwürfe.

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Zur vollständigen Besprechung des Buchs von Gaspard Kœnig, Humus (L’Observatoire, 2023):

Pflüger der Erde: Gaspard Kœnig

 

« Ver de terre, d’abord, ce n’est pas très gentil comme nom, c’est fait pour blesser. Il vaut mieux parler de lombrics pour leur redonner un peu de dignité scientifique. Famille : lombricidae. Espèce : lombricus terrestris. Et ces lombrics représentent la première biomasse animale terrestre. Autrement dit, si on les met tous sur une balance, ils pèseront plus lourd, et de loin, que les Homo sapiens, les éléphants et les fourmis réunis. Pour donner un ordre de grandeur, il y en a entre une et trois tonnes à l’hectare, en tout cas dans les sols où l’homme n’a pas posé ses sales pattes. »

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