Certains soirs, ou avant de m’endormir, je m’étais mis à revivre notre voyage passé à Florence, avec la sensation que jamais nous ne connaîtrions à nouveau pareils moments d’insouciance et d’harmonie. Ils appartenaient à hier, sans espoir de retour. Ce sentiment de perte m’oppressait. Nous avions vécu comme une expérience normale ce qui ne l’était pas. Un des derniers moments de nos vies d’avant, sans que personne ne nous ait alertés. Personne à moins que Marina A, avec ses performances énigmatiques aux apparences gratuites ou absurdes, ne nous eût montré une voie aux contours énigmatiques. La fragilité des corps face à des dangers insaisissables, notre mortalité de feuilles légères accrochées au fil de la vie quand on nous promettait l’éternité bionique.
Vom Flug zum Rotor: der Mohikaner im Jura und die Erde als Zeugin bei Éric Fottorino
Éric Fottorinos Roman „Mohican“ (2021) erzählt von einem Hof im Jura, dessen Besitzer Brun Danthôme an Leukämie stirbt, vermutlich eine Spätfolge jahrzehntelanger Pestizidarbeit. Um Schulden und Schuldgefühle loszuwerden, verpachtet er Land an einen Windparkbetreiber. Sein Sohn Mo sprengt eine der Anlagen, steht vor Gericht und erfährt, dass die Explosion die Reste einer neolithischen Siedlung freigelegt hat. Der Aufsatz liest diese Handlung nicht als Streit um Windkraft, sondern als Auseinandersetzung darüber, was Boden, Herkunft und Dauer in einer Gegenwart bedeuten, die nur noch in Pachtlaufzeiten und Renditen rechnet. Er zeigt, dass Bruns Windpark der Chemie und dem Traktor folgt: Dieselbe Fortschrittsverheißung, die den Hof einst vergiftet hat, soll ihn nun retten. Dagegen stellt der Roman eine Zeit, die in Jahreszeiten, Generationen und zehntausend Jahren Ackerbau gemessen wird, und eine Natur, die kein Hintergrund ist, sondern Mitbewohnerin mit eigenen Ansprüchen, bis hin zu der Frage, ob Land Rechte haben kann. Der Aufsatz fragt außerdem, wie der Text dabei eine archaische France profonde inszeniert, die er einer feindlichen Moderne entgegenhält, und wo er diese Gegenüberstellung selbst unterläuft: durch Bruns eigene Modernisierungsgeschichte, die Erinnerung an Armut und Hunger und die Öffnung zu den Fremden, die schließlich auf dem Hof arbeiten. Tradition erscheint so nicht als Besitz, sondern als Aufgabe, die jede Generation neu annehmen muss. Die Argumentation führt von Figuren, Räumen und Zeiten über Stimmen, Geschlechterrollen und Bildfelder zur Poetik des Romans, der das Feld als Buch liest und das Erzählen als Fortsetzung des Pflügens versteht.
➙ Zum Artikel